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Burg Freienstein

Burg Freienstein, über dem Beerfelder Stadtteil Gammelsbach auf 328 Metern gelegen, ist die Ruine einer Höhenburg in Spornlage. Ihre Entstehungszeit wird auf das 13. Jahrhundert geschätzt, 1297 wurde sie zum ersten Mal erwähnt. Typisch für die Region wurde die Burg aus Sandstein errichtet. Strategisch günstig gelegen kontrollierte sie einst das Gammelsbachtal, durch das heute die B 45 verläuft. Sie war und ist auch der südlichste Punkt des Erbacher Besitzes. Gegen Ende des Mittelalters, um 1550, war die Burg wehrtechnisch untauglich geworden. Sie wurde umgebaut und diente von nun an eher Repräsentationszwecken. Nach dem Dreißigjährigen Krieg zerfiel die Burg zusehens. 1810, beim großen Brand von Beerfelden, brannte auch ein Teil des Ortes Gammelsbach nieder.  Graf Albert zu Erbach-Fürstenau stellte der Bevölkerung dann Baumaterial aus Teilen der Burg zum Wiederaufbau zur Verfügung. Dabei wurde die Burg stark beschädigt, was sich später durch eindringendes Wasser noch deutlich verschlimmerte. Die Schildmauer wurde gegen 1890 mit einem Zuganker gesichert. Vor Beginn des 1. Weltkrieges wurden weitere Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. 1938 musste die Mauer dennoch um drei Meter abgetragen werden. Als 1988 erneut Arbeiten durchgeführt wurden, begrub ein Mauersturz das dazu aufgestellte Gerüst. Erst in den Jahren 1990-1994 wurde die Mauer schließlich endlich umfangreich saniert. Seit 1717, dem Jahr der Erbacher Erbteilung, gehört die Burg der Linie Erbach-Fürstenau. Sie steht heute unter Denkmalschutz und ist ein beliebtes Wanderziel. Mehr Informationen zur Burg finden Sie hier.